Programm 2020

5. März 2020, 11.00 – 21.00 Uhr Gedenk- und Aktionsfläche Neumarkt

Quelle: Saxony International School

„Kein Hass in meinem Namen” – T-Shirts kreativ gestalten

11:00 Uhr Neumarkt

Aktion für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, organisiert von der Saxony International School

Veranstalter: Saxony International School

Eintritt frei
Quelle: Aktion C

Kunstprojekt Chemnitzer Schulen

11:00 Uhr Neumarkt

Friedensbotschaften von Schüler/innen der  Montessori-Schule, der Entdeckerschule und des Evangelischen Schulzentrums
Neue Banner werden rund um den Neumarkt präsentiert.

Veranstalter: Aktion ©

Eintritt frei
Eröffnung des Friedenskreuzes

Eröffnung des Friedenskreuzes

11:00 Uhr Neumarkt

Der Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V. und die Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag bitten die Chemnitzerinnen und Chemnitzer um ihre FRIEDENSWÜNSCHE.

Veranstalter: Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V.

Eintritt frei
Quelle: VVN-BdA Chemnitz

Gedenken. Mahnen. Widerstand. – GESCHICHTSBAUSTELLE

Chemnitzer Kriegsspuren – Orte der Erinnerung an 1933-45

11:00 Uhr Neumarkt

Ausstellung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschisten Chemnitz (VVN-BdA)
Der deutsche Faschismus an der Macht hinterließ nach zwölf Jahren ein verwüstetes Land. Tausende Einwohner unserer Stadt, Kinder, Frauen und Männer wurden verfolgt, ins Exil getrieben, inhaftiert, gedemütigt, deportiert und ermordet. Die Überlebenden waren für immer körperlich und selig gezeichnet. Eine humanistisch geprägte Lebenskultur war fast vollständig ausgelöscht. Als der Krieg, angezettelt von den selbsternannten Nationalsozialisten, nach Deutschland zurückkehrte, war auch Chemnitz nicht mehr wiederzuerkennen. Eine Trümmerlandschaft und Opfer unter der Zivilbevölkerung hinterlassend. Zurückkehrende Antifaschisten und die Bewohner der Stadt bauten unter großen Anstrengungen ein neues Chemnitz, neues Leben entwickelte sich. Auferstanden aus Ruinen steht noch immer, 75 Jahre nach der Befreiung, in einem Fenster am neuen Rathaus. Doch es lassen sich auch andere Spuren des Krieges, der Verfolgung und des Widerstandes in unserer Heimatstadt finden, historische Orte, die ihre Geschichte nicht ohne weiteres preisgeben, Gedenksteine und Plätze, die klar zur Mahnung und Erinnerung aufrufen.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Chemnitz wird sich in diesem Jahr mit einer eigenen Ausstellung am Chemnitzer Friedenstag beteiligen. Die Mitglieder der Organisation haben sich auf Spurensuche begeben. Gefunden habe sie Orte in Chemnitz, die noch heute an die Opfer von Krieg und Verfolgung erinnern.
u.a. Kaßberg-Gefängnis, Hutholz, Astra-Werke, Textilmaschinenfabrik Altchemnitzer Straße, Fa. Pfauter, Ehrenhain für die Verfolgten des Naziregimes auf dem Städtischen Friedhof, Hauptbahnhof und Innenhof der Universität, Gedenkstein für zwei ermordete Jüdinnen in Grüna, Erinnerungsort für die Opfer der „Euthanasie” im SBZ, Mahnmal der Bombenopfer von 1945 auf dem Städtischen Friedhof, Garnisionsfriedhof Richterweg
Vertreter von VVN-BdA Chemnitz werden den Besucher am 5. März am Rand der Ausstellung als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Veranstalter: VVN-BdA Chemnitz

Eintritt frei

„Der Frieden hat viele Seiten”

Friedensdomino, Friedens – Gedächtnis – Spiel, Friedenspuzzle

13:00 Uhr Neumarkt

KJF e.V. in Zusammenarbeit mit Vorschulkindern Chemnitzer Kindergärten, Schüler/innen aus Chemnitz und Projektgruppen

Veranstalter: KJF e.V.

Fotograf: Jacqueline Haupt

Aktionsstand „Red-Hand-Day” – Keine Kindersoldaten!

14:00 Uhr Neumarkt

Offiziell gibt es immer noch 250 000 Kindersoldaten. Die ROTE HAND ist eine weltweite Kampagne gegen den Missbrauch von Kindern als Soldaten. Initiative der UNICEF-Hochschulgruppe Chemnitz u.a.

Veranstalter: UNICEF Hochschulgruppe Chemnitz

Eintritt frei

Friedenswege zum Neumarkt

17:00 Uhr Neumarkt

Die fünf Friedenswege beginnen an verschiedenen Orten in Chemnitz und führen durch unterschiedliche Stadtviertel. Sie verlaufen nicht schnurgerade und verzichten auf Gleichschritt. Sie treten nicht auf der Stelle und lassen Vorurteile auf der Strecke. Sie sind nicht laut, bieten aber Gelegenheit zum Gedankenaustausch.
Und indem sie alle auf dem Chemnitzer Neumarkt ankommen, symbolisieren sie, dass unterschiedliche Ausgangspunkte und verschiedene Lebens-Strecken einem friedvollen Zusammenkommen nicht hinderlich sind.
Chemnitzerinnen, Chemnitzer und Gäste in der Stadt sind herzlich eingeladen, am 5. März, 17.00 Uhr zu einem der folgenden Ausgangspunkte zu kommen, um nach einer kleinen Auftaktveranstaltung von dort aus auf einem Friedensweg unterwegs zu sein und ins Stadtzentrum zu gelangen:

Stadlerplatz

röm.-kath. Propsteikirche St. Johannes Nepomuk, Hohe Str. 1
ev.-method. Friedenskirche, Kaßbergstr. 30
ev.-luth. St. Petrikirche, Theaterplatz
ev.-luth. St. Markuskirche, Körnerplatz

Bevor am Zielort Neumarkt 18.00 Uhr die Hauptveranstaltung des Chemnitzer Friedenstages beginnt, gibt es vor dem Rathaus ein kleines Vorprogramm.
Dort lädt auch das begehbare Friedenskreuz zum Besuch und zur Besinnung ein.
Die Begleitung der Friedenswege geschieht durch Mitwirkende der Initiative  „Buntmacher/innen” und durch Mitarbeiter/innen Chemnitzer Kirchgemeinden.

Veranstalter: Buntmacher/innen

Eintritt frei

Carillon – Friedensklänge vom Rathausturm

17:30 Uhr Neumarkt

gespielt von Franzpeter Uhlig
Fotograf: Dr. Vladimir Shvemmer

Gemeinsamer Abschluss des Tages am Friedenskreuz

21:00 Uhr Neumarkt

Eintritt frei
„Kultur – Sprache – Religion”

„Kultur – Sprache – Religion”

Der Begriff Frieden hat in vielen Sprachen und Kulturen unterschiedliche Bedeutungen. Mit Gesang, Gedichten und Gebeten versuchen wir einen Hauch dieser Vielfältigkeit in unserer Stadt zum Ausdruck zu bringen. Es werden die Sprachen zu hören sein, die in Chemnitz gesprochen werden und die Religionen, die hier ein zu Hause haben. Mitwirkende: Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Chemnitz, Vertreter der monotheistischen Religionen, Schauspieler und Musiker aus Chemnitz und Berlin. 

Ausgestaltung: Jüdische Gemeinde Chemnitz

Weitere Veranstaltungen am 5. März

Fotograf: Wolfgang Schmidt

Kranzniederlegung und Gedenkveranstaltung am Mahnmal der Bombenopfer des 5. März

09:00 Uhr Städtischer Friedhof

Eintritt frei

Jugendtheater: „Nicht im Hier und nicht im Jetzt – mein Leben als Digital Native”

14:00 Uhr Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1

Schüler/innen der Montessori-Schule befassen sich theatral mit ihrem Miteinander - ganz und gar mithilfe ihres Smartphones. Künstlerische Leitung: Gabi Reinhardt

Veranstalter: Montessori Schule

Eintritt frei
Foto: Igor Pastierovic

Filme im Rathaus

14:00 - 17:00 Uhr Rathaus, Stadtverordnetensaal

Filme mit Chemnitzer Zeitzeugen, die den Zweiten Weltkrieg und das Bombardement auf die Stadt erlebten. Nach jeder Aufführung gibt es die Möglichkeit für ein Gespräch.

14 und 16 Uhr: „Kinder im Krieg” (2018)
15 und 17 Uhr „Die letzten Zeugen” (2019)
Eintritt frei

DA CAPO – Musikcafé – „Klangfarben”

15:00 Uhr Kraftwerk e.V., Kaßbergstraße 36

Nancy Gibson plaudert mit Lars und Uwe Dziuballa über Elemente der jüdischen Musik in Jazz, Swing, Musicals u.a.

Veranstalter: Städtische Musikschule Chemnitz

6,00€ (inklusive Kaffee und Kuchen)
Wider das Vergessen

Wider das Vergessen

15:00 Uhr Kino Metropol, Zwickauer Straße 11

Erinnerung an den 5. März 1945 in acht Kurzfilmen, zusammengestellt von Claus-D. Härtel.
Anschließend Gespräch mit Zeitzeugen
.
Veranstalter:  Kino METROPOL, Claus-D. Härtel
auch am 8.3.20, 13 Uhr

Veranstalter: Kino Metropol

7,00€

Leben auf engstem Raum, damals u. heute

15:15 Uhr Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1

Informationen und Gespräch zur Ausstellung „1948 – Wie entstand der Staat Israel“

Veranstalter: Evangelisches Forum

Eintritt frei

Von Anfang an…

16:00 Uhr Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1

Das Chemnitz von Morgen wollen die Kleinen mitgestalten – und wir ihnen ein lebenswertes Chemnitz hinterlassen. Kinderchor und Teenband der Städtischen Musikschule, Leitung: Tina Pulst

Veranstalter: Städtische Theater Chemnitz

Eintritt frei

Couragiert für Frieden

17:00 Uhr Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1

Jugendliche lesen aktuelle Texte und StreichHölzer der Städtischen Musikschule spielen dazu.
Leitung: Andreas Winkler

Veranstalter: Städtische Musikschule Chemnitz

Eintritt frei

KammerMusikmachen?

19:00 Uhr Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1

Kammerkonzert der Städt. Musikschule.
Leitung: Ida Müller

Veranstalter: Städtische Musikschule Chemnitz

Eintritt frei
Fotograf: Nasser Hashemi

7. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie

19:00 Uhr Stadthalle, Großer Saal

Ēriks Ešenvalds: „Fanfare”
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Richard Strauss: „Don Juan” – Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20, „Tod und Verklärung” – Tondichtung für großes Orchester op. 24

Solist: Steven Isserlis, Violoncello • Dirigent: Karel Mark Chichon

Veranstalter: Städtische Theater Chemnitz

Karten unter: 0371 4000-430 und online unter www.theater-chemnitz.de

Ökumenischer Friedensgottesdienst

20:00 Uhr Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1

PREDIGT - Michael Zimmermann (Friedensbeauftragter der Ev.-Luth. Landeskirche Sachsens)

LITURGEN
Propst Clemens Rehor
Superintendent Frank Manneschmidt
Pfarrerin Dorothee Lücke

Kammerchor der Kreuzkirche Chemnitz
Steffen Walther, musikalische Leitung und Orgel

Es erklingt geistliche Chormusik u.a. von Maurice Duruflé, Petr Eben und Knut Nystedt

Anschließend gemeinsamer Weg zum Friedenskreuz

Veranstalter: Stadtkirche St. Jakobi

Eintritt frei
Fotograf: Nasser Hashemi

„Der Frieden” – Komödie von Peter Hacks nach Aristophanes

20:00 Uhr Schauspielhaus, Ostflügel, Zieschestr. 28

Wie bringt man den Frieden zurück in die Welt? Dieser wurde nämlich von der Erde geraubt und eingesperrt und zu lange schon tobt nun der Krieg. Doch ein schlauer Bauer schwingt sich auf einem Mistkäfer hinauf zum Olymp, um den Frieden zu befreien. Rätselhaft, dass dies nicht jedem gefällt!? Während ihn die Einen als Held
feiern, machen ihn die Anderen zum Staatsfeind Nummer Eins, denn der Krieg ist ein Riesengeschäft und mit der Rückkehr des Friedens bleiben manche Kassen leer.

Veranstalter: Städtische Theater Chemnitz

Karten unter: 0371 4000-430 und online unter www.theater-chemnitz.de

Hagios – gesungenes Gebet

12.03. 19:30 Uhr Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1

Lieder zum Innehalten, Lauschen und Mitsingen mit Helge Burggrabe. Gesang als Form von konkreter Friedensarbeit, der zum inneren Frieden führen kann, ohne den kein äußerer Friede denkbar ist.

Veranstalter: Evangelisches Forum

Eintritt frei

Rahmenprogramm vom 21.2. bis zum 19.4.

Foto: Stephan Röhl

Vortrag: Jan Plamper: „Das neue WIR. Warum Migration das Normalste der Welt ist, Nation kein Schimpfwort sein muss und wir Deutschland neu denken müssen”

28.02. 19:30 Uhr Staatliches Museum für Archäologie (smac), Stefan-Heym-Platz 1

Der Historiker Jan Plamper (London) erzählt die deutsche Geschichte seit 1945 radikal anders: Aus- und Einwanderung gehören zur DNA unserer Republik. Die Dazugekommenen und jene, die schon länger da sind, bilden gemeinsam das neue Wir. Jan Plamper entfaltet eine Vision, wie wir Deutschland neu denken, zu einem neuen Wir-Gefühl kommen können. Im musikalischen Rahmenprogramm der Gruppe JaSaMa verweben zwei deutsche Jazzer und eine syrische Sängerin Rhythmen aus Jazz und Klassik mit arabischen Melodien und Obertongesang.

Veranstalter: Aktion © in Kooperation mit smac und Evangelischem Forum

Eintritt frei
Fotografin: Annika Weinthal

Konzert: Dota Kehr & Jan Rohrbach „Die Freiheit”

29.02. 19:30 Uhr Staatliches Museum für Archäologie (smac), Stefan-Heym-Platz 1

DOTA trifft mit ihrer neuen CD „Die Freiheit“ den Nerv der Zeit: brandaktuelle Popmusik mit starken Texten, die dabei nie die Leichtigkeit verliert, abwechslungsreich bis gegensätzlich, eine unverwechselbare Stimme und ohrwurmige Melodien. Preis der dt. Schallplattenkritik und Fred-Jay-Preis für Textdichter. „Es gibt Grenzen. Warum schützt man die Grenzen der Staaten so gut und die Grenzen der Menschen so schlecht?“

Veranstalter: Aktion © in Kooperation mit smac und Evangelischem Forum

Abendkasse: 15 € I erm. 12 € I Vorverkaufskasse: 12 € I erm. 10 € (smac & Buchladen MonOkel)
Film: „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen”

Film: „Unser Saatgut – Wir ernten, was wir säen”

01.03. 10:00 - 01.03. 12:00 Uhr Kino Metropol, Zwickauer Straße 11

anschließend Experten-Slam

Vereinigte Staaten 2016 | Dokumentarfilm | 94 Minuten | Regie: Taggart Siegel, Jon Betz

Gewinner von 18 Festival-Awards | Nominierung EMMY 2018 „Outstanding Nature Documentary“

Das Foyer des Kinos wird wieder angereichert sein mit gehaltvollen Impulsen für Gaumen und Seele.

Veranstalter: Yoga Inspiration, MonOkel Buchladen, Chemnitzer Stadtgespräch, Kino Metropol

8,00€ (Kino Metropol und MonOkel Buchladen)
Fotograf: Wolfgang Schmidt

CHEMNITZER FRIEDENSIMPULSE 2020

Diskussionsveranstaltung über Freiheiten und Grenzen von Meinungsäußerungen

02.03. 19:00 Uhr Jugendkirche, Theresenstraße 2

„Das wird man wohl noch sagen dürfen.”
Diskussionsveranstaltung über Freiheiten und Grenzen von Meinungsäußerungen

In welchen Zusammenhängen begegnet uns diese Aussage? Welche Erfahrungen stecken dahinter? Was soll damit zum Ausdruck gebracht werden?
Dazu äußern sich Personen mit unterschiedlichen beruflichen Hintergründen und diskutieren mit den Besucherinnen und Besuchern der Veranstaltung.

In Kleingruppen gibt es anschließend an vier Tischen die Möglichkeit, in Bezug zu jeweils einer These konkret ins Gespräch zu kommen:
Weil künstlerische Freiheit grenzenlos erscheint und mitunter bis ins Anstößige reicht, heißt es am 1. Tisch: „Kunst darf alles.“
Weil zur Zeit der DDR das freie Wort die Unfreiheit nach sich ziehen konnte und  dieses manchen Zeitgenossen heute reglementiert zu sein scheint, geht es am
2. Tisch um die Aussage: „Es ist wie in der DDR.“
Weil Viele sich über Vieles äußern und dies heutzutage enorm vervielfältigt werden kann, soll am 3. Tisch bedacht und besprochen werden:
„Worte können Schläge sein.“
Weil die Begegnung mit Menschen anderer Herkunft und Prägung zu unserem Alltag gehört, steht am 4. Tisch eine Behauptung zur Diskussion:
„Ich habe keine Vorurteile.“ 

Indem Sagbares sowie Nicht-Sagbares thematisiert und zu einer überlegten Kommunikation angeregt wird, ist die Veranstaltung Impulsgeber für ein konstruktives und friedvolles Miteinander.

Moderation: Stephan Brenner


Weitere Informationen

 

Veranstalter: Arbeitsgruppe Chemnitzer Friedenstag

Eintritt frei
Fotograf: Nasser Hashemi

„Als mein Vater ein Busch wurde und ich meinen Namen verlor”

Geschichte einer Reise von Joke van Leeuwen, Bühnenfassung von Gundula Hoffmann

03.03. 18:00 Uhr Schauspielhaus, Zieschestraße 28

In einem Land irgendwo, jetzt oder auch viel früher, lebt Toda mit ihrem Vater in einem kleinen Städtchen. Ihr Vater ist der Beste. Als Bäcker kann er die leckersten Kuchen backen und mit ihren Gerüchen die Welt verzaubern. Doch als die Einen gegen die Anderen kämpfen, muss der Vater helfen, die Einen gegen die Anderen zu verteidigen. Schließlich kommt der Krieg immer näher und Toda wird ins Nachbarland geschickt, in dem ihre Mutter lebt. Das Stück erzählt aus der Perspektive eines Kindes von Krieg und Flucht, dem Leben in Krisenzeiten und vom Ankommen in einem neuen Land. Die entwaffnend offene Direktheit der Protagonistin zeigt dabei auf humorvolle und zugleich wahrhaftige Weise, welche Welt Erwachsene für Kinder bereithalten.
ab 6 Jahre

 

Veranstalter: Städtische Theater Chemnitz

Karten unter: 0371 4000-430 und online unter www.theater-chemnitz.de
Skulptur "Chemnitzer Friedenspreis", geschaffen von Erik Neukirchner

Verleihung des Chemnitzer Friedenspreises 2020

04.03. 18:00 Uhr Rathaus, Stadtverordnetensaal

Der Chemnitzer Friedenspreis wird unter der Schirmherrschaft des Bürgervereins FUER CHEMNITZ e.V., in Zusammenarbeit mit der Migrationsbeauftragten der Stadt Etelka Kobuß verliehen. Musikalische Umrahmung durch die Städtische Musikschule Chemnitz. Im Anschluss gibt es einen kleinen Empfang.

Mit freundlicher Unterstützung durch: Eins Energie in Sachsen GmbH & Co. KG und Klimek & Rudolph  GmbH & Co. KG

www.bv-fuer-chemnitz.de

Veranstalter: Bürgerverein FUER CHEMNITZ e.V.

Eintritt frei
Fotograf: Nasser Hashemi

7. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie

04.03. 19:00 Uhr Stadthalle, Großer Saal

Ēriks Ešenvalds: „Fanfare”
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Richard Strauss: „Don Juan” – Tondichtung nach Nikolaus Lenau für großes Orchester op. 20, „Tod und Verklärung” – Tondichtung für großes Orchester op. 24

Solist: Steven Isserlis, Violoncello • Dirigent: Karel Mark Chichon

Weiterer Termin: Donnerstag, 5. März 2020

Veranstalter: Städtische Theater Chemnitz

Karten unter: 0371 4000-430 und online unter www.theater-chemnitz.de

BEGEGNUNG — Ein Künstlergespräch mit Marian Kretschmer

04.03. 19:00 Uhr Hotel an der Oper, Straße der Nationen 56

Im Rahmen der Ausstellung „Partnerstädtische Kunst”
Die Arbeiten von Marian Kretschmer sind aktuell bis zum 31.5 im Hotel an der Oper ausgestellt.
Eintritt frei

Gedenkfeier in Erfenschlag

17:00 Uhr Friedensglockenturm, Erfenschlager Straße 153

Bürgerverein Chemnitz-Erfenschlag e. V. und Freiwillige Feuerwehr Erfenschlag laden zur Gedenkfeier an. Am 5. März 1945 starben bei Bombenangriffen allein in Erfenschlag 49 Menschen, 206 Häuser wurden beschädigt oder zerstört.

Es spielt der Posaunenchor Einsiedel, es spricht Pfarrer Johannes Dziubek.

Veranstalter: Bürgerverein Chemnitz-Erfenschlag

Eintritt frei

Jetzt nach so viel Jahren

08.03. 17:00 Uhr Weltecho

Dokumentarfilm (BRD, 1981) über den Umgang der Bewohner eines nordhessischen Dorfes mit der NS-Vergangenheit. Auch die Jüdinnen und Juden, die früher da lebten und es ins Exil geschafft hatten, kommen zu Wort. Anschl.  Gespräch zwischen den Filmemachern  Pavel Schnabel und Harald Lüders sowie Felix Dümcke, der den geschichtskulturellen Wandel in der Bewertung des Nationalsozialismus untersucht. Im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur.

Veranstalter: Weltecho

5,00€

Kollektive Unschuld – Die Abwehr der Shoah im deutschen Erinnern

18.03. 19:00 Uhr TIETZ, Veranstaltungssaal

Der Politik- und Sozialwissenschaftler Prof. Dr. Samuel Salzborn vertritt die These, dass eine (selbst-)kritische Aufarbeitung der Vergangenheit auch 75 Jahre nach der Niederschlagung des Nationalsozialismus auf gesellschaftlicher Ebene kaum stattgefunden habe. Hinterfragt und diskutiert wird ein Selbstbild, das um den Mythos kollektiver Unschuld kreist.
Im Rahmen der Tage der jüdischen Kultur   •  In der Reihe „NACH Halle!”

Veranstalter: Konrad-Adenauer-Stiftung und Volkshochschule Chemnitz

Eintritt frei

OSTERMARSCH

10.04. 10:00 Uhr Rathaus-Foyer

OSTERMARSCH Für Frieden – Gegen Militarisierung der Gesellschaft!

75. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus

08.05.

Ausstellungen

Foto: Gerd Nettersheim

Die Rosenburg – das Bundesjustizministerium im Schatten der NS-Vergangenheit

13.01. - 05.03. TU Chemnitz, Reichenhainer Straße 90

Mit der Gründung der Bundesrepublik Deutschland wurde das Bundesministerium der Justiz geschaffen. Seinen ersten Dienstsitz hatte es in der „Rosenburg“, einem Landhaus im neoromanischen Stil in Bonn-Kessenich. Das Führungspersonal, das der erste Bundesjustizminister Thomas Dehler und sein Staatssekretär Walter Strauß einstellten, war zu einem großen Teil in das NS-Regime verstrickt gewesen. Die Zahl der ehemaligen NSDAP-Mitglieder lag zur „Rosenburg-Zeit“ regelmäßig bei über 50 Prozent, Ende der 1950er Jahre sogar bei über 70 Prozent. In der Strafrechtsabteilung lag der Anteil der NS-belasteten Mitarbeiter in dieser Zeit bei 100 Prozent. Doppelmitgliedschaften in der SA waren dabei keine Ausnahme. Einzelne Beamte hatten dem NS-Regime auch als Block-Leiter („Blockwarte“) gedient.

Die Ausstellung zeigt die personelle und sachliche Verwobenheit des jungen Bundesjustizministeriums mit der NS-Zeit. Die Verstrickungen der Ministeriumsmitarbeiter mit den Strukturen des deutschen Faschismus machen deutlich, warum sich die Strafverfolgung der Nazi-Verbrechen so lange hinzog, das Leid der Opfer viel zu lange ignoriert und viele Opfergruppen in der Bundesrepublik erneut diskriminiert wurden.

Öffnungszeiten: Montag - Freitag: 7.00 - 20.30 Uhr.
Weitere Informationen unter: https://www.tu-chemnitz.de/tu/pressestelle/aktuell/9891

Veranstalter: TU Chemnitz

Eintritt frei
Quelle: Dein e.V.

1948 – Wie entstand der Staat Israel

27.01. - 08.03. Stadtkirche St. Jakobi, Jakobikirchplatz 1

Ausstellung des Vereins für Demokratie und Information DEIN e.V.  •  dazu: Banner der Montessori-Schule zu Stolpersteinen in Chemnitz
Im Rahmen der Ausstellung bietet das Evangelische Forum auf Anfrage kostenlose Workshops für Schüler- und Jugendgruppen an.
Eine Kooperation des Evangelischen Forums mit der St. Jakobi-Kreuz-Kirchgemeinde.

Öffnungszeiten: Fr.-Mo. 11-15 Uhr / Di.-Do. 11-18 Uhr

Veranstalter: Verein für Demokratie und Information "DEIN e.V."

Eintritt frei
Quelle: Schloßbergmuseum

…und neues Leben blüht aus den Ruinen!

Der Wiederaufbau von Chemnitz 1945-53. Ausstellung anlässlich des 75. Jahrestages der Zerstörung der Stadt im Zweiten Weltkrieg

16.02. - 31.05. Schlossbergmuseum, Schlossberg 12

Im letzten Jahr des II. Weltkrieges wurde die Stadt Chemnitz insgesamt zwölf Mal Ziel amerikanischer und britischer Luftangriffe. Dabei fanden rund 4000 Menschen den Tod, wurde die Bauleistung mehrerer Generationen v.a. im Stadtzentrum nahezu vollständig zerstört. Doch bereits unmittelbar nach der Kapitulation Hitlerdeutschlands wurden enorme Anstrengung unternommen, das Leben wieder zu normalisieren und vor allem die Stadt wieder aufzubauen – und das unter schwierigsten Bedingungen, denn es gab keinen Marshall-Plan und die sowjetische Besatzungszone hatte die Reparationsleistungen allein zu tragen. Anhand vielfältiger Dokumente, Fotografien, Filme, Modelle und Objekte schlägt die Ausstellung den Bogen von der pulsierenden Vorkriegs-City über die alliierten „Air Raids“ vom Februar bis zum April 1945 hin zum Wiederaufbau, dessen erste Etappe 1953 mit Bebauung der Inneren Klosterstraße abgeschlossen werden konnte.
Eintritt frei
Quelle: Stadtverwaltung Wolgograd

Stalingrad. Ein Aufruf zum Frieden

21.02. - 06.03. Brückenstraße 10 (hinter Karl-Marx-Monument)

Eine Ausstellung über die Schlacht von Stalingrad 1942/43), initiiert von der Verwaltung der Region der Chemnitzer Partnerstadt. Sie beinhaltet seltene Fotos und Dokumentationsmaterial aus Archiven und Museen weltweit. Das Projekt wurde anlässlich des 75. Jahrestages des Endes der Schlacht von Stalingrad im Jahr 2018 seitdem in mehreren europäischen Städten umgesetzt.
weitere Informationen unter www.chemnitz.de
Eintritt frei
Quelle: VVN-BdA Chemnitz

Gedenken. Mahnen. Widerstand. – GESCHICHTSBAUSTELLE

Chemnitzer Kriegsspuren – Orte der Erinnerung an 1933-45

11:00 Uhr Neumarkt

Ausstellung der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes Bund der Antifaschisten Chemnitz (VVN-BdA)
Der deutsche Faschismus an der Macht hinterließ nach zwölf Jahren ein verwüstetes Land. Tausende Einwohner unserer Stadt, Kinder, Frauen und Männer wurden verfolgt, ins Exil getrieben, inhaftiert, gedemütigt, deportiert und ermordet. Die Überlebenden waren für immer körperlich und selig gezeichnet. Eine humanistisch geprägte Lebenskultur war fast vollständig ausgelöscht. Als der Krieg, angezettelt von den selbsternannten Nationalsozialisten, nach Deutschland zurückkehrte, war auch Chemnitz nicht mehr wiederzuerkennen. Eine Trümmerlandschaft und Opfer unter der Zivilbevölkerung hinterlassend. Zurückkehrende Antifaschisten und die Bewohner der Stadt bauten unter großen Anstrengungen ein neues Chemnitz, neues Leben entwickelte sich. Auferstanden aus Ruinen steht noch immer, 75 Jahre nach der Befreiung, in einem Fenster am neuen Rathaus. Doch es lassen sich auch andere Spuren des Krieges, der Verfolgung und des Widerstandes in unserer Heimatstadt finden, historische Orte, die ihre Geschichte nicht ohne weiteres preisgeben, Gedenksteine und Plätze, die klar zur Mahnung und Erinnerung aufrufen.
Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes - Bund der Antifaschisten (VVN-BdA) Chemnitz wird sich in diesem Jahr mit einer eigenen Ausstellung am Chemnitzer Friedenstag beteiligen. Die Mitglieder der Organisation haben sich auf Spurensuche begeben. Gefunden habe sie Orte in Chemnitz, die noch heute an die Opfer von Krieg und Verfolgung erinnern.
u.a. Kaßberg-Gefängnis, Hutholz, Astra-Werke, Textilmaschinenfabrik Altchemnitzer Straße, Fa. Pfauter, Ehrenhain für die Verfolgten des Naziregimes auf dem Städtischen Friedhof, Hauptbahnhof und Innenhof der Universität, Gedenkstein für zwei ermordete Jüdinnen in Grüna, Erinnerungsort für die Opfer der „Euthanasie” im SBZ, Mahnmal der Bombenopfer von 1945 auf dem Städtischen Friedhof, Garnisionsfriedhof Richterweg
Vertreter von VVN-BdA Chemnitz werden den Besucher am 5. März am Rand der Ausstellung als Gesprächspartner zur Verfügung stehen.

Veranstalter: VVN-BdA Chemnitz

Eintritt frei